Login
Multitasking wird überbewertet. Warum Multitasking in deinem Projekt nur Chaos verursacht, erfährst du hier.
KLARA Blog

Multitasking ist der grösste Killer für deine Projekte.

02.03.2020
Lesezeit: 3 min

Multitasking ist «in». Ein bisschen hier, ein bisschen da ein Feuer löschen, Projekte leiten, kreative Ideen finden und gleichzeitig die Ruhe bewahren. Erkennst du das Problem? Wir zeigen dir hier, warum Multitasking völlig überbewertet wird und deine Projekte zum Scheitern bringt.

Ein kurzer Blick in den Duden reicht schon, um das Problem mit dem Multitasking zu identifizieren: «Gleichzeitiges Verrichten mehrerer Tätigkeiten». Nein, wir stören uns nicht an der unschönen Wortwahl («Verrichten»). Vielmehr sehen wir einen grossen Widerspruch im Begriff «gleichzeitig».

Hast du schon einmal versucht, mehrere Tätigkeiten wirklich gleichzeitig zu «verrichten»? Und hier kommt schon die erste Ernüchterung: Multitasking ist nichts anderes als das schnelle Wechseln von Mini-Aufgabe zu Mini-Aufgabe. Multitasking ist trügerisch.

Hier die drei wichtigsten Gründe, warum du auf Multitasking verzichten solltest:

1. Multitasking verringert die Produktivität.

Ständig von Aufgabe zu Aufgabe zu springen verleiht uns das Gefühl von Produktivität: «Heute habe ich aber so richtig viel gearbeitet!». Doch in Wahrheit hast du keine einzige Aufgabe zu Ende gebracht. Lass dich also nicht von deinen Gefühlen täuschen. Multitasking wirkt sich nämlich negativ auf deine Effizienz aus. Nennen wir es Kollateralschaden: Sich mehrmals pro Tag in eine neue Aufgabe einzuarbeiten kostet sehr viel Zeit und Energie. Ausserdem leidet dein Erinnerungsvermögen darunter, da du an viele Dinge gleichzeitig musst.

Unser Tipp: Erstelle To-do-Listen. Dies kann wochen- oder tagesweise geschehen. Notiere dir, welche Aufgaben an diesem Tag bzw. in dieser Woche anstehen und gehe erst dann zur nächsten Aufgabe über, nachdem du die vorherige erledigt hast.

2. Mit Multitasking verlierst du den Fokus.

Diese Sorte von Menschen kennst du bestimmt: Mit dem Kunden telefonieren und gleichzeitig E-Mails beantworten während sie den Bürokollegen per Handzeichen klar machen, dass in fünf Minuten Mittagspause ist. Sieht lustig aus, ist aber nicht förderlich für dein Projekt. Unser Gehirn ist nicht darauf ausgerichtet, mehrere Sachen gleichzeitig zu erledigen. Deshalb verlierst du beim schnellen Wechsel von Aufgabe zu Aufgaben schnell den Fokus und weisst im schlimmsten Fall gar nicht mehr, woran du eigentlich gerade arbeitest.

Tipp: Priorisiere die Aufgaben – für dich und für deine Projektmitarbeitende. Am besten nutzt du hierzu ein Projektmanagement-Tool wie KLARA Projekt. So stellst du sicher, dass du den Fokus nicht verlierst. Was auch noch hilft: Schalte deine E-Mails aus, während du einen Task ausführst. Reserviere dir fürs Beantworten von E-Mails bestimmte Zeitfenster.

3. Multitasking erhöht deinen Stress-Level.

Vielleicht hast du’s auch schon mal erlebt: Du liegst abends im Bett und die Gedanken kreisen.

  • «Habe ich dieses E-Mail beantwortet?»
  • «Ich muss morgen unbedingt den Report fertig ausfüllen!»
  • «War ich vielleicht zu streng im heutigen Mitarbeitergespräch

Schlaf? Fehlanzeige. Das hat einen ganz einfachen Grund: Multitasking erhöht unseren Cortisol-Spiegel. Cortisol ist ein Hormon, das Stress verursacht. Und hier geht der Teufelskreis los: Aufgrund des Schlafmangels bist du nicht mehr konzentriert, du machst Fehler, die eigentlich nicht sein sollten. Dadurch verlierst du wieder unnötig Zeit und liegst abends wieder hellwach im Bett während sich die Gedanken drehen.

Tipp: Sei achtsam am Arbeitsplatz – mit Seele, Körper und Verstand. Was wie eine Yoga-Lektion klingt, ist Gold wert. Denn die Achtsamkeit hilft dir dabei, dich 100% auf eine Aufgabe zu konzentrieren und deren Wichtigkeit im entsprechenden Kontext zu beurteilen. Finde heraus, wie und wo du deine Achtsamkeit findest und dich am besten konzentrieren kannst. Schalte wenn möglich dein Handy aus und ziehe dich in einen geschlossenen Raum zurück. Auch Meditation am Morgen oder zwischendurch wirkt Wunder.

Übrigens: Wie alle anderen «Talente» hat Multitasking nichts mit dem Geschlecht zu tun. Dass Frauen die besseren Multitasker als Männer sind ist ein Mythos. Eine Studie aus Deutschland hat nachgewiesen: Frauen und Männer sind gleichermassen langsamer und ungenauer, wenn sie zwei Aufgaben auf einmal erledigen müssen.

Sicher ist sicher!

Da die Krankenkasse nur für Nichtberufsunfälle aufkommt, bist du gesetzlich dazu verpflichtet, eine Versicherung gegen Berufsunfälle für deine Hilfskraft abzuschliessen – selbst, wenn sie nur wenige Stunden bei dir arbeitet. Kümmert sich deine Haushaltshilfe jedoch mehr als acht Stunden pro Woche um deinen Haushalt, gilt es zusätzlich eine Nichtberufsunfallsversicherung für sie abzuschliessen.

klara-logo-img

KLARA Tipp:

Was es bei den Sozialversicherungen für deine Angestellten zu beachten gibt, wie viel Lohn für Tätigkeiten im Haushalt angemessen ist, Informationen rund ums Thema Haushaltshilfe einstellen, findest du im nachfolgend downloadbaren Merkblatt.
Merkblatt herunterladen
Planen, erfassen, abrechnen.
Auftrags- & Zeitrapportierung aus einem Guss.
klara-cta-projekt-task-uebersicht
klara-bubble-projekt-de

Mehr Tipps aus dem KLARA Blog.