Du bist dir nicht sicher wie du Erwerbsersatz und Kurzarbeit richtig in der Jahreslohnmeldung deklarierst? Wir zeigen dir, was du beachten musst.
KLARA Blog

Lohnausweis 2021 mit Corona-Erwerbsersatz korrekt ausfüllen

22.02.2022
Lesezeit: 3 min

Die Corona-Massnahmen wurden inzwischen grösstenteils aufgehoben. 2021 hatten aber immer noch viele Arbeitnehmende Anspruch auf Entschädigung, sofern sie ihre Arbeit nicht im Homeoffice erledigen konnten. Dies gestaltet die jährliche Lohndeklaration etwas komplizierter als gewöhnlich. Bevor dir graue Haare wachsen, beantworten wir hier die häufigsten Fragen.

Lesezeit: 3 min

Was ist der Unterschied zwischen Kurzarbeit und Erwerbsersatz?

Diese Frage sorgt bei vielen KMU, auch nach gefühlt ewig andauernder Pandemie, immer noch für Verwirrung. Grundsätzlich gilt: Kurzarbeitsentschädigung (KAE) können Arbeitnehmende, die Corona-bedingt vorübergehend nicht arbeiten können, unter bestimmten Bedingungen beanspruchen. Die Entschädigung beträgt jeweils 80 Prozent des Verdienstausfalls, der Rest wird von der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber bezahlt. So wird gewährleistet, dass die Person weiterhin ihren vollen Lohn erhält.

Die Erwerbsausfallentschädigung (auch Erwerbsersatz oder kurz EO-Taggeld) hingegen gilt für Selbstständige, deren Unternehmen aufgrund bundesrechtlicher Anordnungen geschlossen wird oder die vom Veranstaltungsverbot betroffen sind. Vorausgesetzt, sie sind obligatorisch bei der AHV versichert. Typische Beispiele hierfür wären ein Coiffeur-Salon oder ein Restaurant, die aufgrund der Massnahmen vorübergehend den Betrieb einstellen mussten.

Wie deklariere ich Kurzarbeit im Lohnausweis 2021?

Der wichtigste Punkt hierbei: Der Ausgleichskasse meldest du den vertraglich vereinbarten Bruttolohn bei üblichem Pensum, nicht den reduzierten Lohn. Denn Kurzarbeit hin oder her, als Arbeitgeber bist du verpflichtet, den «normalen» Sozialabzug für AHV/ALV/IV zu verrechnen. Zum Beispiel: Für eine Mitarbeiterin, die normalerweise 5000 Franken monatlich verdient, meldest du 80 Prozent Kurzarbeit an. Das ergibt einen effektiven Lohn von 4000 Franken. In der Jahreslohnmeldung deklarierst du aber die «üblichen» 5000 Franken.

Im Lohnausweis deklarierst du die Kurzarbeitsentschädigung, in unserem Beispiel 4000 Franken, unter Ziffer 7. Das gilt übrigens auch dann, wenn du deinen Mitarbeitenden trotz Kurzarbeit den vollen Lohn überwiesen hast. In diesem Fall deklarierst du, um beim vorherigen Beispiel zu bleiben, die Unterstützung von 4000 Franken wie gehabt unter Ziffer 7 und den Lohn von 1000 Franken unter Ziffer 1.

Wie deklariere ich den Erwerbsersatz im Lohnausweis 2021?

In der Regel wird der Erwerbsersatz direkt an dich als Arbeitgeber ausgezahlt, auch den für deine Mitarbeitenden. Diese Leistung musst du, analog zu Taggeldern für Mutterschaft oder Militär, als AHV-pflichtigen Lohn mit der Ausgleichskasse abrechnen. Nur in Ausnahmefällen wird der Erwerbsersatz direkt an die Mitarbeitenden ausgezahlt. In diesem Fall muss die Leistung nicht als AHV-pflichtiger Lohn deklariert werden.  

Wie rechne ich Spesen im Homeoffice ab?

Arbeiten, die sich am Laptop oder Smartphone erledigen lassen, wurden letztes Jahr besonders häufig ins Homeoffice verlegt. Der Arbeitsweg fällt zwar weg, dafür entstehen andere zusätzliche Kosten, etwa für die Büroinfrastruktur oder ein erhöhter Stromverbrauch. Als wäre das Spesenmanagement nicht schon nervenaufreibend genug, stellt sich Unternehmen jetzt zudem die Frage, wie sie solche Ausgaben abrechnen sollen. Neu deckt diese Spesen die Ziffer 13.1.2 ab. Die Entschädigungen müssen immer betragsmässig aufgeführt werden, zusammen mit der Anmerkung «Spesen für externen Arbeitsplatz». Falls du deinen Mitarbeitenden stattdessen eine pauschale Spesenentschädigung bezahlst, fallen diese unter Ziffer 12.2.3. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Deine Strategie basiert auf den Bedürfnissen deiner Kunden – analysiere also als Erstes deine Zielgruppe.
  • Genauso wichtig ist es, deine Konkurrenten und den Markt zu kennen.
  • Überlege dir einen einprägsamen Namen sowie ein Logo.
  • Deine Preisstrategie bestimmt massgeblich über den Erfolg deines Shops!
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  • So haben’s andere gemacht: Interview mit Alan Frei.

Sicher ist sicher!

Da die Krankenkasse nur für Nichtberufsunfälle aufkommt, bist du gesetzlich dazu verpflichtet, eine Versicherung gegen Berufsunfälle für deine Hilfskraft abzuschliessen – selbst, wenn sie nur wenige Stunden bei dir arbeitet. Kümmert sich deine Haushaltshilfe jedoch mehr als acht Stunden pro Woche um deinen Haushalt, gilt es zusätzlich eine Nichtberufsunfallsversicherung für sie abzuschliessen.

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KLARA Tipp:

Was es bei den Sozialversicherungen für deine Angestellten zu beachten gibt, wie viel Lohn für Tätigkeiten im Haushalt angemessen ist, Informationen rund ums Thema Haushaltshilfe einstellen, findest du im nachfolgend downloadbaren Merkblatt.
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