Wenn du in der Schweiz eine Haushaltshilfe beschäftigst – sei es eine Reinigungskraft, eine Nanny oder einen Gärtner –, bist du als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber für deren Sozialversicherungen und Versicherungen verantwortlich. In diesem Blog erfährst du, welche Versicherungen du brauchst, welche Fehler du vermeiden solltest.
Neben den Versicherungen gibt es auch steuerliche Aspekte, die du beachten musst:
Steuerliche Abzüge: Ob und in welchem Umfang Kosten für Hausangestellte steuerlich abgezogen werden können, hängt von den kantonalen Regelungen und der konkreten Situation ab. Informiere dich bei deiner kantonalen Steuerverwaltung.
Mehrwertsteuer: Falls du eine Haushaltshilfe über eine Agentur oder ein Unternehmen anstellst, kann Mehrwertsteuer anfallen.
Tipp: Die Steuerregeln unterscheiden sich je nach Kanton. Informiere dich frühzeitig bei deiner kantonalen Steuerverwaltung.
Quellensteuer leicht gemacht: Umfassender Leitfaden inkl. Checkliste
Unabhängig vom Arbeitspensum ist eine Unfallversicherung Pflicht.
Wichtig: Keine Versicherung = Haftung für Unfallkosten!
Für kleinere Arbeitsverhältnisse kann unter bestimmten Voraussetzungen das vereinfachte Abrechnungsverfahren genutzt werden. Damit lassen sich Sozialversicherungsbeiträge und Quellensteuer über die Ausgleichskasse abrechnen.
Grundsätzlich gilt die Sozialversicherungspflicht bei Hausdienstarbeit auch bei kleinen Löhnen. Für junge Hausangestellte bestehen jedoch Ausnahmen. Prüfe deshalb die jeweils aktuellen Vorgaben der AHV.
Berufliche Vorsorge: Alles, was du wissen musst
Eine Krankentaggeldversicherung kann Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vor den finanziellen Folgen einer längeren krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit schützen. Je nach kantonalem Normalarbeitsvertrag können besondere Vorgaben gelten. Prüfe deshalb die Bestimmungen deines Kantons sowie die Leistungen und Prämien der jeweiligen Versicherung.
Falls deine Hausangestellte während der Arbeit einen Schaden verursacht, kann eine Haftpflichtversicherung sinnvoll sein. Sie ist zwar nicht obligatorisch, aber eine gute Absicherung.
Hausangestellte einstellen in der Schweiz: Vertrag, Lohn, Versicherungen & Pflichten
Hausangestellte haben gesetzliche Rechte – dazu gehören Kündigungsfristen und Schutzregelungen:
KündigungsfristTipp: Ein schriftlicher Arbeitsvertrag mit klaren Regeln schützt beide Seiten.
Kündigungsfristen: Sofern vertraglich oder durch einen anwendbaren Normalarbeitsvertrag nichts anderes geregelt ist, beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist während der Probezeit sieben Tage. Nach der Probezeit gilt im ersten Dienstjahr eine Frist von einem Monat, vom zweiten bis zum neunten Dienstjahr von zwei Monaten und ab dem zehnten Dienstjahr von drei Monaten.
Hausangestellte als “Freelancer” deklarieren
Hausdienstarbeit wird sozialversicherungsrechtlich grundsätzlich als unselbstständige Erwerbstätigkeit behandelt. Beschäftigst du eine Haushaltshilfe, musst du deshalb in der Regel Sozialversicherungsbeiträge abrechnen. Eine Person einfach als «Freelancer» zu bezeichnen, ändert ihren sozialversicherungsrechtlichen Status nicht.
Keine oder falsche Anmeldung
Prüfe bereits bei Beginn des Arbeitsverhältnisses, welche Sozialversicherungen und Anmeldungen erforderlich sind. Hausdienstarbeit ist grundsätzlich beitragspflichtig; für bestimmte junge Arbeitnehmende gelten Ausnahmen.
Falsche Lohnabrechnung
Die Anstellung einer Haushaltshilfe bringt Pflichten und Verantwortung mit sich. Eine korrekte Anmeldung und die richtigen Versicherungen schützen dich vor unerwarteten Kosten und bieten deiner Haushaltshilfe Sicherheit.
Alles Wichtige zum Thema Hausangestellte korrekt einstellen