Eine kleine Einführung in das komplexe Thema der Quellensteuer.
KLARA Blog

Quellensteuer – in 10 Punkten leicht erklärt.

08.01.2023
Lesezeit: 2 min

Du möchtest einen ausländischen Mitarbeitenden einstellen und fragst dich, ob dieser quellensteuerpflichtig ist? Oder du blickst im Quellensteuer-Dschungel einfach nicht durch? Erfahre hier, wie du am besten vorgehst.

1. Quellensteuer – was ist das?

Die Quellensteuer ist eine Besteuerungsmethode für das Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit eines ausländischen Arbeitnehmenden ohne Bewilligung C, welcher sich in der Schweiz aufhält. Sie beinhaltet normalerweise die Staats-, Gemeinde- und die direkte Bundessteuer, sowie meistens auch die Kirchensteuer.

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2. Warum wird Quellensteuer erhoben?

Die Erhebung über den Arbeitgebenden ist eine sichere und praktische Form der Besteuerung. Der Gedanke dahinter ist: Der ausländische Mitarbeitende kann nach der Auszahlung seines Lohns nicht einfach wieder zurück ins Heimatland gehen, ohne in der Schweiz Steuern bezahlt zu haben.

3. Wer ist für die Anmeldung verantwortlich?

Der Arbeitgebende ist gesetzlich verpflichtet dem ausländischen Arbeitnehmenden die provisorisch oder definitiv geschuldete Steuer dem Lohn abzuziehen. Der Arbeitgebende haftet für die Entrichtung der Quellensteuer. 

4. Wer ist quellensteuerpflichtig?

  • Arbeitnehmende ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz
  • unselbstständiger, erwerbstätiger, ausländischer Arbeitnehmer
  • Aufenthalt vorübergehend oder dauernd in der Schweiz (Grenzgänger Bewilligung EG/EFTA G)

Bitte beachte:

  • Die Quellensteuerpflicht gilt auch für ausländische Verwaltungsräte mit Wohnsitz im Ausland.
  • ausländische Arbeitnehmende mit einer Bewilligung C bezahlen keine Quellensteuern. 
Zerbrich dir nicht den Kopf.

Mit KLARA Lohn wird die Administration deiner Mitarbeitenden zum Kinderspiel – unabhängig davon ob du Quellensteuern abrechnest, Löhne ausbezahlst oder Lohnmeldungen übermittelst.

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5. Wo müssen Arbeitgebende die Quellensteuer anmelden?

Arbeitgebende müssen sich beim kantonalen Steueramt des Wohnsitzes des ausländischen Mitarbeitenden melden. Beispiel: Firma im Kanton Bern, Mitarbeiter im Kanton Solothurn – Quellensteuer über den Kanton Solothurn abrechnen.

6. Wie müssen Arbeitgebende & Arbeitnehmende Quellensteuer bezahlen?

Sie wird monatlich dem Lohn abgezogen und muss zwingend für Arbeitnehmende auf der Lohnabrechnung oder in einer anderen Bestätigungsform des Steuerabzugs ersichtlich sein. Arbeitgebende müssen regelmässig, meistens pro Quartal, die Lohnsumme des Mitarbeitenden melden und den Betrag bezahlen. Übrigens: Mit KLARA Lohn erledigt sich das fast wie von selbst.
 

7. Gibt es verschiedene Tarife für die Quellensteuern?

Es gibt, je nach Lebenssituation, verschiedene Tarife, welche die Höhe der Quellensteuer bestimmen:
 
Tarif A: Alleinstehende Person
Tarif B: Verheiratete Alleinverdienende
Tarif C: Verheiratete Doppelverdienende
Tarif D: Nebenerwerbseinkünfte

Die Tarife können je nach Kanton variieren. 

8. Kann ich nachträglich oder ergänzend eine normale Steuererklärung ausfüllen?

Wenn es weitere Einkommen gibt oder ein höheres Vermögen besteht, kann es sein, dass die Steuerverwaltung noch ergänzend eine Steuererklärung wünscht. Überschreitet das Erwerbseinkommen eine bestimmte Höhe kann eine ordentliche Steuererklärung ausgefüllt und eingereicht werden. Die maximale Einkommenslimite ist in den meisten Kantonen 120‘000 Franken.

9. Was passiert mit meinen bereits bezahlten Quellensteuer-Beiträgen?

Wurde von den ausbezahlten Lohnsummen bereits die Quellensteuer abgezogen, macht das nichts. Denn sollte es zu einer ordentlichen Veranlagung (normale Steuererklärung) kommen, wird die bereits bezahlte Quellensteuer der Steuerrechnung angerechnet.  

10. Was ist mit meinen Abzügen? Kann ich diese abziehen?

Die Quellensteuertarife wurden so bestimmt, dass die meisten Abzüge bereits mit eingerechnet sind. Tipp: Fragen lohnt sich immer. Wenn Arbeitnehmende zum Beispiel in die Säule 3a eingezahlt haben, kann es sein, dass es eine Tarifkorrektur gibt. Bitte beachte, dass das Doppelbesteuerungsabkommen hier nicht berücksichtigt wurde.

Sicher ist sicher!

Da die Krankenkasse nur für Nichtberufsunfälle aufkommt, bist du gesetzlich dazu verpflichtet, eine Versicherung gegen Berufsunfälle für deine Hilfskraft abzuschliessen – selbst, wenn sie nur wenige Stunden bei dir arbeitet. Kümmert sich deine Haushaltshilfe jedoch mehr als acht Stunden pro Woche um deinen Haushalt, gilt es zusätzlich eine Nichtberufsunfallsversicherung für sie abzuschliessen.

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KLARA Tipp:

Was es bei den Sozialversicherungen für deine Angestellten zu beachten gibt, wie viel Lohn für Tätigkeiten im Haushalt angemessen ist, Informationen rund ums Thema Haushaltshilfe einstellen, findest du im nachfolgend downloadbaren Merkblatt.
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