Ab wann und warum der Solidaritätsbeitrag eingestellt wird und was du bei deiner Buchhaltung beachten musst, erfährst du hier.  
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Arbeitslosenversicherung: Solidaritätsbeitrag wird 2023 eingestellt

16.12.2022
Lesezeit: 1 min

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) wird bei allen AHV-versicherten und arbeitenden Personen abgerechnet. Alle, die bis zu 148'200 Franken jährlich verdienen, zahlen einen Beitrag von 2,2 Prozent ihres Lohnes ein. Wer mehr verdient, leistet zusätzlich noch einen Solidaritätsbeitrag, auch ALV2 genannt. Es handelt sich dabei um einen Abzug von 1 Prozent auf den Bruttonlohn. Dieser wird künftig eingestellt. Wann und warum, erfährst du hier.

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Warum zahlen wir Beiträgen an die Arbeitslosenversicherung?

Die Arbeitslosenversicherung wird in erster Linie über die Sozialversicherungen der Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden finanziert. Der Lohnabzug leistet einen wichtigen Beitrag:  Er geht in den Ausgleichsfonds als Beitrag zur Entschuldung der Arbeitslosenversicherung.

Warum gibt es den Solidaritätsbeitrag und wann wird er eingestellt?

Der Solidaritätsbeitrag wurde im Jahr 2011 eingeführt, als das neue ALV-Revisionsgesetz zustande kam. In den letzten elf Jahren wurde dank dieser zusätzlichen Einnahmen der Ausgleichsfonds der ALV wieder aufgefüllt. Da er nun den Schwellenwert von 2.5 Milliarden Franken überschreitet, wird der Solidaritätsbeitrag per 1. Januar 2023 eingestellt.

Was bedeutet das für meine Buchhaltung?

Für das aktuelle Jahr musst du den Solidaritätsbeitrag noch abziehen. Vergiss aber nicht, diese Änderung in deiner Lohnbuchhaltung 2023 anzupassen. Wir empfehlen dir, diese Anpassungen für ab Januar 2023 bereits beim Erstellen der Dezemberlöhne zu machen. 

Weitere Infos zum Erstellen der Jahreslohnmeldung findest du hier.

Buchhaltung kann so einfach sein

Keine Lust, dir den Kopf mit neuen Kennzahlen zerbrechen? Verschwende deine Zeit nicht mit administrativen Kleinigkeiten. Mit KLARA erledigst du deine Buchhaltung auf Knopfdruck.

Die Steuererklärung im ersten Geschäftsjahr

Entsprechend kannst du auch die Steuererklärung für die Dauer des langen Jahres erstellen. Somit musst du den Jahresabschluss samt Steuererklärung nur einmal erledigen, statt zweimal. Also beispielsweise für 17 Monate statt für 5 und 12 Monate. Eine Ausnahme bildet allerdings die Mehrwertsteuer, die sich immer am Kalenderjahr orientiert. Hier gibt es kein verkürztes oder verlängertes Jahr. Alles, was du über die Mehrwertsteuerpflicht wissen musst, haben wir für dich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Bei der Einrichtung der Buchhaltung Folgendes beachten:

  • Die Löhne müssen trotzdem per Ende Jahr abgerechnet werden. Also, um beim vorherigen Beispiel zu bleiben, vom 1. August bis zum 31. Dezember des aktuellen Jahres.
  • Die Mehrwertsteuer wird anteilsmässig auf zwölf Monate abgerechnet. In unserem Beispiel handelt es sich also um fünf Monate. Der Umsatz muss in dieser Zeit auf 12 Monate hochgerechnet werden.
  • In der Steuererklärung unbedingt alles sauber deklarieren. Von wann bis wann dauerte das Geschäftsjahr? Per wann wirst du die zukünftigen Geschäftsjahre abschliessen?
  • Auch in der Jahres- sowie der Erfolgsrechnung alle Daten vom 1. August bis 31. Dezember des laufenden Jahres sauber erfassen.
  • Eine umfassende Checkliste für deine Steuererklärung findest du hier.

Tipp: Du möchtest deine buchhalterischen Kennzahlen zu Statistikzwecken verwenden? Achtung, die aus dem ersten Geschäftsjahr lassen sich nicht eins zu eins mit denen aus dem zweiten vergleichen, da die beiden Jahre unterschiedlich lang sind. Das heisst: Eine saubere Eingrenzung ist notwendig.

Deine Aufgaben nach der Kündigung

Nebst den rechtlichen Aufgaben, die du als Arbeitgeber hast, ist für dich ein Punkt zentral: Du musst unmittelbar nach der Kündigung sicherstellen, dass das spezifische Wissen nach dem Abgang des Mitarbeiters in deinem Unternehmen bleibt. 

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Checkliste: Aufgaben für Arbeitgeber

KLARA hat alle Aufgaben, die auf dich nach der Kündigung zukommen, kompakt und übersichtlich in einer Checkliste zusammengefasst.
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