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Karim Nemr spricht im Interview mit Swisspreneur das Thema Digitalisierung an und wie KMU am besten damit umgehen.
KLARA Blog

Wie Digitalisierung dein Leben verändert – Interview mit Karim Nemr

10.04.2021
Lesezeit: 2 min

Swisspreneur veröffentlichte in Zusammenarbeit mit KLARA eine fünfteilige Podcast-Serie mit Fokus auf Schweizer KMU. Wir fassen die Gespräche hier für dich zusammen und picken die spannendsten Leckerbissen heraus. Zum ersten Gespräch luden wir Karim Nemr ein, Mitgründer und CBO (Chief Business Officer) von PXL Vision. Er spricht über Digitalisierung, was sie für ihn bedeutet und welche Vorteile sie für KMU hat.

Karim Nemr bringt umfassende Erfahrungen in der Start-up-Welt mit. Seine Karriere begann beim Schweizer Unternehmen Dacuda, das Digitalisierungstechniken vertreibt. Als dieses verkauft wurde, beschloss er auszusteigen und gründete 2017 mit drei Dacuda-Kollegen PXL Vision. Das ETH-Spinoff bietet führende Lösungen für die digitale Identitätsprüfung und Kunden-Onboarding an. Besondere Bekanntheit erlangte PXL Vision für die Daego®-Technologie, die bei SwissID zum Einsatz kommt.

Lesezeit: 3 min

Wie würdest du jemandem Digitalisierung erklären?

Grundsätzlich geht es um die Transformation von der physischen in die digitale Welt. Das beinhaltet verschiedene Facetten: Einerseits, wie bringe ich Informationen von der physischen in die digitale Welt? Andererseits, wie die digitale Welt diese Informationen dann kommuniziert. Schliesslich geht es darum, Prozesse zu automatisieren, damit sie mit möglichst wenig Interaktion vom Menschen funktionieren.

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«Aus KMU-Sicht gilt es wirklich komplett neu zu denken. Digitalisierung ist nicht nur der Weg, wie man den Kunden digital erreicht
Karim Nemr, PXL Vision

 

Digitalisierung wird häufig als Modebegriff wahrgenommen. Viele KMU denken, dass zwar alle darüber reden, es für ihr Unternehmen aber keine grosse Bedeutung hat. Wie würdest du aus KMU- oder Start-up-Sicht argumentieren, dass Digitalisierung uns alle betrifft?

Digitalisierung ist längst kein Modebegriff mehr oder sollte es auf jeden Fall nicht mehr sein. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um eine Voraussetzung. Leider sehen aber noch zu wenige, was mit Digitalisierung alles machbar ist. Für viele bedeutet es einfach, eine Webseite zu erstellen. Das ist sicher ein guter Anfang, aber natürlich noch lange nicht genug.

Aus KMU-Sicht gilt es komplett umzudenken. Digitalisierung ist nicht nur der Weg, wie man seine Kunden erreicht oder ihnen digitalen Zugang zu Produkten und Services verschafft. Vielmehr ist es eine Möglichkeit, Geschäftsmodelle zu schaffen und Verkaufskanäle aufzubauen, die vorher so nicht denkbar waren. Aktuell zeigt uns die Corona-Situation, wie extrem wichtig es ist, anders und vorausschauend zu denken. Wir brauchen andere Wege, um untereinander und digital zu agieren.

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Welche Tools sind deiner Meinung nach essenziell für KMU, um die Digitalisierung meistern zu können?

Sicher, Tools sind wesentlich, aber zweitrangig. Sie sind Mittel zum Zweck. Digitalisierung beginnt schon vorher, wenn du überlegst, welche Bereiche deines Unternehmens du warum digitalisieren möchtest und welche offline bleiben. Denn es gibt kein Tool, das für alle passt oder alle Bedürfnisse abdeckt. Jede Firma hat eigene Bedürfnisse und Anforderungen. Daher ist es viel wichtiger, sich über diese im Klaren zu sein sowie vor allem darüber, was man mit der Digitalisierung erreichen will. Darauf basierend wählt man dann die passenden Software-Programme aus.

Man muss sich das so vorstellen: Tools bedeutet ja Werkzeuge. Und wenn ich nicht weiss, was ich überhaupt damit bauen möchte, weiss ich auch nicht, welche Werkzeuge ich dafür benötige. Habe ich aber ein klares Ziel vor Augen und einen entsprechenden Blueprint, kann ich auch die richtigen Tools einsetzen.

Hast du Tipps für Firmen, die sich verloren fühlen und nicht wissen, wo sie anfangen sollen?

Es ist sicher hilfreich, das Gespräch mit Unternehmen zu suchen, die diesen Prozess bereits hinter sich haben oder in dem Bereich tätig sind. Vor allem Start-ups haben oft eine andere, pragmatischere und vorausschauende Art zu denken. Tatsächlich ist es eher eine Frage des Mindsets. Digitalisierung hat nichts mit dem Alter zu tun, das können nicht nur die Jungen. Es gilt einfach offen zu sein und gerne Neues auszuprobieren.

Den vollständigen Podcast, in dem Karim Nemr auch über seine Erfahrungen bei Dacuda und PXL Vision berichtet, kannst du hier hören.

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Da die Krankenkasse nur für Nichtberufsunfälle aufkommt, bist du gesetzlich dazu verpflichtet, eine Versicherung gegen Berufsunfälle für deine Hilfskraft abzuschliessen – selbst, wenn sie nur wenige Stunden bei dir arbeitet. Kümmert sich deine Haushaltshilfe jedoch mehr als acht Stunden pro Woche um deinen Haushalt, gilt es zusätzlich eine Nichtberufsunfallsversicherung für sie abzuschliessen.

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Was es bei den Sozialversicherungen für deine Angestellten zu beachten gibt, wie viel Lohn für Tätigkeiten im Haushalt angemessen ist, Informationen rund ums Thema Haushaltshilfe einstellen, findest du im nachfolgend downloadbaren Merkblatt.
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