KLARA Update

Liquiditätsplanung - wie erstelle ich diese & warum

Angela Villiger Angela Villiger, 26.02.19 14:32

Brauche ich das wirklich?

Heute widmen wir uns der Liquiditätsplanung. KMU’s nehmen sich selten Zeit, eine Liquiditätsplanung zu erstellen. Diese ist gerade für kleinere Unternehmen ein sehr wichtiges Instrument, welches immer wieder konsultiert und überarbeitet werden muss. Es geht darum, von wo wir flüssige Mittel (Geld) erhalten und wo wir geplant haben, welches auszugeben. Dies zeigt dir auf, wann welche Gelder benötigt werden, um welche Kosten zu decken. Auch ist eine Früherkennung wichtig: Was ist, wenn ich einen Engpass habe? Wie komme ich an dringend benötigtes Geld?

Als KMU weiss man oft nicht, wie viele flüssige Mittel einem zur Verfügung stehen, um die kommenden Rechnungen zu bezahlen oder es fällt schwer, nachzuvollziehen wohin das Geld geflossen ist. Mit welchen Geldern soll eine langfristige Finanzierung zurückbezahlt werden? Was ist, wenn schlechtere Zeiten oder eine grössere Anschaffung auf das eigene Unternehmen zukommen?

 

Wie erstelle ich eine richtige Liquiditätsplanung?

Die Liquiditätsplanung wird am besten Ende Jahr für das kommende oder allenfalls gleich zu Beginn des Jahres erstellt Durch eine Jahresübersicht, welche in Monate unterteilt ist, wird ersichtlich, wann wir eine Investition tätigen können, wann wir etwas Geld auf die Seite legen sollten und wann wir eventuell sogar eine Finanzierung benötigen.

Die Liquiditätsplanung wird aufgebaut, indem wir den Mittelfluss (Geld) vom gewünschten Jahr aufführen. Zuerst werden die Erträge und die Ausgaben aufgeführt – unterteilt gemäss ihrer buchhalterischen Zuweisung.

Dein KMU hat Erträge aus «Warenhandel» und Erträge aus «Dienstleistungen». Dem gegenüberstehend werden zuerst die Fixkosten (Bsp. Miete), danach die variablen Kosten aufgeführt (Einkauf Material, Marketing, Weiterbildung, etc). Auch die Personalkosten dürfen nicht vergessen werden. Wichtig ist, dass die Zahlen in dem Monat eingetragen sind, in welchem die Rechnungen bezahlt werden, d.h. wenn das Geld fliesst.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Am 15. Januar verkaufe ich im Wert von CHF 15‘000.- Waren mit einem Zahlungsziel von 30 Tagen. Diese CHF 15‘000.- kommen somit im Februar in die Liquiditätsplanung und nicht im Januar. Ebenso ist mit deinen Lieferantenrechnungen zu verfahren. Diese Einnahmen minus Ausgaben ergeben eine Zwischensumme: Total Geschäftstätigkeit.

Jetzt werden die Investitionen aufgeführt. Wird betriebliches oder immaterielles Anlagevermögen angeschafft, ist wichtig zu wissen wann die erste Zahlung getätigt werden und wann die Schlusszahlung erfolgen muss (Bsp. März erste 70% und Ende Juli nach Montage, die restlichen 30%). Oder gibt es eine Finanzanlage, die wir tätigen? Diese Kosten werden pro Monat von der Summe der Geschäftstätigkeit abgezogen oder dazugerechnet (falls Verkauf aus Anlagevermögen). Von dieser Zwischensumme werden nun allenfalls weitere Finanzierungstätigkeiten subtrahiert (minus gerechnet).

Zum Beispiel wenn du ein langfristiges Darlehen zurückzahlen musst oder wenn eine Auszahlung der Dividenden (Gewinnausschüttung an z.B Aktionäre) auf dich zukommt.

Das Total ergibt den Total Mittelfluss und zeigt, wie die Liquidität ab- oder zunimmt. Wichtig ist natürlich, dass die Liquidität am Anfang der neuen Periode sauber eingetragen wird.

Eine Liquiditätsplanung ermöglicht Flexibilität – und Kontrolle

Natürlich besteht die Möglichkeit, dass sich eine Lieferantenzahlung herauszögert, ein grosser Betrag eines Kunden erst später an dich bezahlt wird oder du ein grosses Projekt mit der entsprechenden Summe erst im September (ein-)gerechnet hast. Keine Sorge: All diese Zahlen kannst du eintragen, verschieben und bei Bedarf ändern und konkretisieren. Wichtig dabei ist, dass du immer ein Auge auf die flüssigen Mittel und den effektiven Anfangsbestand auf dem Firmenkonto hast und es nicht vergisst, die Liquiditätsplanung bei Bedarf anzupassen.

Wir helfen dir dabei! Anstatt, dass du eine Liquiditätsplanung neu aufbauen musst, unterstützt dich KLARA und spart dir deine Zeit. Hier kannst du ein kostenloses Muster einer Liquiditätsplanung herunterladen.

Hier die Excel-Vorlage kostenlos herunterladen:

Kommentar hinzufügen

Unser KMU Update

Bleib mit uns immer auf dem Laufenden

Folgen Sie uns
Neuste Beiträge

Kennzahlen in der Lohnbuchhaltung 2019

Mehr lesen

Die MWST im Griff? – 10 wichtige Punkte für KMU

Mehr lesen

Online Terminbuchung – Modern, wirtschaftlich, flexibel

Mehr lesen

Liquiditätsplanung - wie erstelle ich diese & warum

Mehr lesen

Welche Zahlungsfrist kann ich auf meiner Rechnung angeben?

Mehr lesen
Beliebteste Beiträge

Lohngespräche führen – was gilt es aus Arbeitgebersicht zu beachten?

Mehr lesen

Ich hätte gerne ein Arbeitszeugnis

Mehr lesen

Kündigung eines Mitarbeiters: Checkliste für Arbeitgeber

Mehr lesen

Privatanteil bei Geschäftsfahrzeugen

Mehr lesen

Hausangestellte: Warum sich Schwarzarbeit nicht lohnt

Mehr lesen