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Du hast kürzlich eine Firma gegründet und möchtest deinen eigenen Lohn noch nicht auszahlen, um die Liquidität zu sichern? So geht’s.
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GmbH oder AG: Kann ich mir meinen Lohn später auszahlen?

23.06.2022
Lesezeit: 2 min

Dieser Artikel soll dich nicht dazu ermutigen, deinen Mitarbeitenden den Lohn verspätet auszuzahlen. Das ist grundsätzlich ein No-Go. Vielmehr geht es darum, ob du dir selbst, als Inhaberin oder Inhaber einer AG oder GmbH, den Lohn später auszahlen kannst. Schliesslich steht nach der Firmengründung die Liquidität meist im Vordergrund und du brauchst das Geld vielleicht für Investitionen und den Aufbau deiner Firma. Da taucht oft die Frage auf: Kann ich mir trotzdem einen Lohn geben, auch wenn dieser erst später ausbezahlt wird?

Lesezeit: 2 min

Dir stehen folgende Möglichkeiten offen:

Variante 1: Dein Lohn ist bereits fix budgetiert

In diesem Fall kannst du ihn, sofern nötig, dem BVG melden. Führe deine Lohnbuchhaltung monatlich und genauso sauber wie bei deinen Mitarbeitenden. Statt deinen Lohn aber über die Bank auszahlen zu lassen, erstellst du in der Buchhaltung ein Konto, das du folgendermassen benennst: Kontokorrent Inhaberin (oder Inhaber) gefolgt von deinem Namen. Also beispielsweise KK Inhaber A. Muster. Dann ist klar, dies ist dein Konto.

Variante 2: Dein Lohn ist noch nicht fixiert

Du hast deinen Lohn noch nicht fixiert, möchtest das aber noch vor Ende Jahr tun, um zu sehen, was machbar ist? Dann wartest du am besten bis kurz vor Jahresende mit der Lohnauszahlung. Wichtig ist, dass du deinen Lohn rückwirkend dem BVG meldest und mit den Jahreslohnsummenmeldungen die korrekten Löhne angibst. Auch hier erstellst du deine Lohnabrechnungen rückwirkend.

Achtung: Hier ist eine sauber geführte Buchhaltung enorm wichtig. Denn nur dann können dir die Zahlen deiner Erfolgsrechnung realistische Informationen liefern. So kannst du die Entscheidung der Lohnhöhe darauf basieren.

Das musst du jeweils beachten

Egal für welche Variante du dich entscheidest, ausschlaggebend ist, dass du dir einen Lohnausweis erstellst. Ausserdem musst du deinen Lohn in deiner privaten Steuererklärung deklarieren, sowie das Guthaben des Kontokorrents. Denn wenn dein Lohn bezahlt würde, wäre das Geld auf deinem privaten Bankkonto und dessen Guthaben würde entsprechend ansteigen. Da aber kein Geld fliesst, hast du ein Guthaben, das du im Wertschriftenverzeichnis aufführen musst.

Für deine Buchhaltung ist wichtig, dass du alles richtig verbuchst und dokumentierst. Das geht am einfachsten, wenn du alles über eine Lohnbuchhaltung erstellst, die sich direkt in die Finanzbuchhaltung verbucht. Mit KLARA Business RELAX ist deine gesamte Buchhaltung vernetzt und eine künstliche Intelligenz erkennt, was wo verbucht werden muss. Wann du dir deinen Lohn schliesslich auszahlst, ist dir selbst überlassen. Achte einfach darauf, dass du nicht zu lange wartest und deine Firma bei Verlusten nicht überschuldet wird.

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Die Steuererklärung im ersten Geschäftsjahr

Entsprechend kannst du auch die Steuererklärung für die Dauer des langen Jahres erstellen. Somit musst du den Jahresabschluss samt Steuererklärung nur einmal erledigen, statt zweimal. Also beispielsweise für 17 Monate statt für 5 und 12 Monate. Eine Ausnahme bildet allerdings die Mehrwertsteuer, die sich immer am Kalenderjahr orientiert. Hier gibt es kein verkürztes oder verlängertes Jahr. Alles, was du über die Mehrwertsteuerpflicht wissen musst, haben wir für dich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Bei der Einrichtung der Buchhaltung Folgendes beachten:

  • Die Löhne müssen trotzdem per Ende Jahr abgerechnet werden. Also, um beim vorherigen Beispiel zu bleiben, vom 1. August bis zum 31. Dezember des aktuellen Jahres.
  • Die Mehrwertsteuer wird anteilsmässig auf zwölf Monate abgerechnet. In unserem Beispiel handelt es sich also um fünf Monate. Der Umsatz muss in dieser Zeit auf 12 Monate hochgerechnet werden.
  • In der Steuererklärung unbedingt alles sauber deklarieren. Von wann bis wann dauerte das Geschäftsjahr? Per wann wirst du die zukünftigen Geschäftsjahre abschliessen?
  • Auch in der Jahres- sowie der Erfolgsrechnung alle Daten vom 1. August bis 31. Dezember des laufenden Jahres sauber erfassen.
  • Eine umfassende Checkliste für deine Steuererklärung findest du hier.

Tipp: Du möchtest deine buchhalterischen Kennzahlen zu Statistikzwecken verwenden? Achtung, die aus dem ersten Geschäftsjahr lassen sich nicht eins zu eins mit denen aus dem zweiten vergleichen, da die beiden Jahre unterschiedlich lang sind. Das heisst: Eine saubere Eingrenzung ist notwendig.

Deine Aufgaben nach der Kündigung

Nebst den rechtlichen Aufgaben, die du als Arbeitgeber hast, ist für dich ein Punkt zentral: Du musst unmittelbar nach der Kündigung sicherstellen, dass das spezifische Wissen nach dem Abgang des Mitarbeiters in deinem Unternehmen bleibt. 

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Checkliste: Aufgaben für Arbeitgeber

KLARA hat alle Aufgaben, die auf dich nach der Kündigung zukommen, kompakt und übersichtlich in einer Checkliste zusammengefasst.
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