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Welche Zahlungsfrist kann ich auf meiner Rechnung angeben?

04.04.2019
Lesezeit: 4 min

Als KMU ist es wichtig die Debitoren im Griff zu haben. Dies beginnt bei der korrekten Erfassung von Arbeitszeiten (bzw. verrechenbaren Zeiten), sowie dem Versand oder der Abgabe von Artikeln. Wir stellen öfters fest, das ein Handwerksbetrieb (+/- 10 Mitarbeiter) zwar hart und gut arbeitet, aber das Fakturieren vernachlässigt. Erst oft ganz zum Schluss stellt er eine hohe Rechnung von mehreren Tausend Franken.

Dazu kommt die Zahlungsfrist von bis zu 30 Tagen oder sogar noch länger. Also eine extrem lange Frist bis der Betrag überwiesen wird. Trifft das Geld sehr verspätet oder teils gar nicht ein, entsteht ein grosser Schaden: du als Handwerkerfirma hast bereits die Vorauszahlungen für das Material und die Löhne gemacht und bist auf das Geld der gestellten Rechnungen angewiesen.

 

Somit gehört auch die Kontrolle der Zahlungseingänge und ein regelmässiges Mahnwesen dazu. Wir von KLARA zeigen dir hier die gängigen und ordentlichen Zahlungsfristen. Denn diese sind nicht einheitlich geregelt. 

Hier eine Übersicht: 

Handwerker: Der Handwerker hat Anrecht auf seinen Werklohn bei Beendigung der Arbeit. Somit könnte er eine Barzahlung oder eine beliebige Zahlungsfrist (5, 10 oder 30 Tage ab Rechnungsdatum) verlangen. Ebenfalls könnte er auch eine Anzahlung für einen grossen Auftrag verlangen. Da er im Vorfeld noch Anschaffungen tätigen muss.

Coiffeur: Beim Coiffeur ist eine Barzahlung üblich und absolut gerechtfertigt. Der Auftrag ist beendet und kann ohne grossen, administrativen Aufwand bezahlt und somit abgeschlossen werden. Bar- oder Kartenzahlung ist ideal!

Beratungshonorare: Wenn vertraglich oder in den AGB‘s nichts Spezifisches geregelt ist, gilt die Zahlungsfrist, welche auf der Rechnung steht. In der Praxis wird oft eine Zahlungsfrist von 10 oder 30 Tagen ab Rechnungsdatum vereinbart.

Versand von Waren: Wenn die Waren übergeben oder versendet wurden, gilt es diese zu bezahlen. Der Verkäufer kann auf einer Barzahlung beharren. Jedoch zeigt die Praxis, dass es vermehrt auch Rechnungen mit Zahlungsfristen von 10 oder 30 Tagen gibt. Beim Onlineshopping können Firmen mittels eines Tools, die Zahlungsmoral des Käufers prüfen. Ist diese in Ordnung werden die Artikel mit Rechnung versendet. Ansonsten gilt Vorauskasse. Viele Firmen haben ein Eigentumsvorbehalt – bei 100% Bezahlung wird man Eigentümer.

In der Schweiz ist die Zahlungsmoral hoch. Trotzdem empfiehlt dir KLARA:

  • Neukunden – überprüfen oder 1. Bestellung/Leistung auf Vorauszahlung
  • Grosse Aufträge bei Handwerkern – entweder 30% bei Auftragserteilung, 50% bei Lieferung und 20% innert 10 Tagen nach Beendigung des Auftrages oder insgesamt eine Anzahlung von 50% der geschätzten Kosten
  • Handwerker untereinander – oft Zahlungsfristen innert 5 Tagen inkl. 2% Skonto
  • Warenlieferungen – Zahlung per Kreditkarte oder Bar
  • Maximale Zahlungsfrist – innert 30 Tagen
  • Rechnungsstellung – alle 7 Tage (wöchentlich)
  • Zahlungseingangskontrolle – alle 14 Tage
  • Mahnungen – alle 14 Tage (vielleicht je nach Kunde vorab telefonisch)
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Sicher ist sicher!

Da die Krankenkasse nur für Nichtberufsunfälle aufkommt, bist du gesetzlich dazu verpflichtet, eine Versicherung gegen Berufsunfälle für deine Hilfskraft abzuschliessen – selbst, wenn sie nur wenige Stunden bei dir arbeitet. Kümmert sich deine Haushaltshilfe jedoch mehr als acht Stunden pro Woche um deinen Haushalt, gilt es zusätzlich eine Nichtberufsunfallsversicherung für sie abzuschliessen.

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KLARA Tipp:

Was es bei den Sozialversicherungen für deine Angestellten zu beachten gibt, wie viel Lohn für Tätigkeiten im Haushalt angemessen ist, Informationen rund ums Thema Haushaltshilfe einstellen, findest du im nachfolgend downloadbaren Merkblatt.
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